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BeitragVerfasst: Do Jul 10, 2014 3:06 pm  Titel:  Die Nacht trägt ihren Namen Antworten mit ZitatNach untenNach oben

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Hmm, ich frage mich...
wer ist das, der dort auf dem Wasser steht?
Die Strahlen des Mondes leuchten so tief
mit Eleganz lässt sie sich von ihnen tragen.

Sie ist gekleidet im dunklen Gewand,
so weich, so zart, wie sie ihre Schritte geht.
In anmutigem Gesang sie zu den Küsten rief:
Kommt meine Kinder, habt kein Verzagen.

Es ist mein Wunsch im Einklang der Nacht,
sie zu einem der euren macht.
Tanzt mit ihnen, führt sie herbei,
löscht jegliches Fragen und erstickt jeden Schrei.

Solang ich bei euch bin, seid ihr nicht allein.
Egal ob reich, oder arm, eins habt ihr alle gemein.
.....
Ihr
könnt
mir....nicht entkommen.








Zuletzt bearbeitet von cleomomoko am Mi März 04, 2015 7:07 pm, insgesamt einmal bearbeitet
 
BeitragVerfasst: Do Jul 10, 2014 3:47 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Es ist der 13. Tag des 3. Schattenmondes.
Ein Lalafell namens Minko Palatschinko, seines Zeichens freiberuflicher Fischer im westlichen La Noscea, stieß die Doppeltüren zu den Behörden des Mahlstroms in Limsa Lominsa mit einem saftigen Ruck auf. Es war kurz vor Feierabend und die Beamten standen schon mit Mantel und Tasche im Eingangsbereich, ihre Gesichter waren gezeichnet vom langweiligen Einheitsbrei der letzten Tage. Keine besonderen Fälle, ein paar Diebstähle am Hafen, ein Streit zwischen Händlern auf dem Markt und ein geplatzter Luftballon, der mit so einem Knall platzte, dass die schläfrigen Beamten im Büro beinahe synchron, ja einer Kür gleichend, einer nach dem anderen, vor Schreck ihre bis zum Rand gefüllten Kaffetassen vom Schreibtisch stießen. Sauerei...mehr war da aber nicht.

Doch dann kam der kleine Lalafell mit geschwollener Brust und hohem Blick in das Amt und sagte: "He...Mensch! Ich hab Dir was zu erzählen!" Seltsamer weise war sein Gegenüber kein Hyur, im entferntesten Sinne war der drei Meter hohe, grau-häutige Roegadyn vielleicht menschenähnlich, jedenfalls glich das Bild einem Elefanten und der beigefügten Maus, welchen den ansonsten ruhigen Rüsselträger vor Furcht springen ließ, als sei er ein Kätzchen, das einen bellenden Hund gesehen hat.
Zum Glück hat Herr Palatschinko eine kräftige Stimme. Was für eine Sauerei es wohl gegeben hätte, wenn der Roegadyn ihn übersehen hätte und auf ihn drauf...naja...lassen wir das!

Jedenfalls, erzählte dieser Lalafell-Fischermann aus dem westlichen Blabla den Beamten, welche sich einer Lagerfeuer-Geschichtsstunde gleichend, um den Lalafell-Fischermann aus so und so versammelten, dass er bei seinem täglichen, mehr oder weniger nicht erfolgreichen Angelversuchen an der Küste, etwas ganz Außergewöhnliches gesehen habe.

Was es war? Nun, das wollte das gewiefte Schlitzohr erst einmal nicht erzählen. Zuerst lies er sich mit Kaffe und Keksen versorgen, schlug sich den Magen voll und zog die Schuhe aus. Die Hände auf der nun spannenden Wampe gelegen, begann er dann endlich damit auszupacken. Er holte zuerst aus seinen Hosentaschen benutzte Taschentücher. Es waren so viele, dass man sich wirklich fragen muss, was denn da alles in eine Lalafell-Hose passt! Dann, nach langem Suchen und Herausholen, stieß er endlich auf das gesuchte Objekt, um seiner Erzählung anschaulichen Glanz zu verleihen - ein Holzbötchen.

"Nun..also das war so, ja. Stellt euch mal alle vor...ihr sitzt da, knuffig wie ich es bin, an der Küste, werft mir nichts dir nichts eure Angel aus, wartet viele Stunden...und wartet...und wartet...könnt ihr mir folgen?
Also ja, ich wartete viele Stunden. Hmm, wo war ich stehen geblieben...
"

Es verstrichen einige Minuten bis der Lalafell endlich die passenden Worte fand.

"All die hübschen Fischerbötchen am Horizont der untergehenden Sonne...flupp und flupp und flupp und flupp. Eins nach dem anderen verschwand einfach so im Wasser. Als hätte wer von unten gezogen! Und ich dachte ich träume, oder hab mal wieder zu viel vom Käse meiner Frau genascht. Ihr müsst wissen, sie lässt den Schimmelrand immer am Käsbrot dran! Da dachte ich mir, dass es vielleicht an diesem Teufelszeug, was nebenbei bemerkt, wirklich nicht so mein Fall ist, aber man will ja das gute Fräulein nicht enttäuschen, nun...dass es vielleicht daran lag. Aber plötzlich war es da, ganz weit am Rand...da wo die Sonne das Meer schneidet. Ich könnte schwören! Nein ich schwöre es bei all dem guten Käse ohne schimmeligen Rand, dass ich da eine Frau auf dem Wasser stehen gesehen hab! Und...so seltsame Tentakeln haben sie über Wasser gehalten oder so...jedenfalls...waren da auch so Kristalle die aus dem Wasser, wie Haifischflossen ragten und um sie herum schwammen. Das war eine Sause. Ich dachte ich les das neuste Buch von Lalafell King. Aber das ist wirklich passiert!"

Der Lalafell verlor sich dann noch in weitere Details, welche aber mehr um die Gewohnheiten seiner Frau in der Küche und seiner eigenen insgeheimen Leidenschaft für das flicken alter Pantoffeln drehten, als um das mysteriöse Ereignis an diesem anbrechenden Abend. Das Interessante daran, zahlreiche Fischerdörfer meldeten am Tag darauf vermisste Schiffe, Boote und all die Personen darauf, bei eben der selben Behörde. Schon mysteriös....


 


cleomomoko

大徳 Daitoku

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BeitragVerfasst: Mi Jul 30, 2014 12:34 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben



Der Mondschein strahlte über den sanften Wellengang des ruhigen Meeres. Zwei eifrige Fischer-Knaben saßen trotz später Stunde noch immer am Steg und warfen die Angeln aus. Eigentlich eine ganz normale Nacht in La Noscea. In mitten des Dorfes brennt ein großes Feuer, es soll den Seefahrern den Weg zur Küste zeigen. Das Dorf selbst besteht aus zwölf weisen, gemütlichen Bungalows, alle zweireihig um die zentrale Feuerstelle gebaut.

Ein Dorf mit Tradition! Wie der Bürgermeister immer zu sagen pflegte. Eines der wenigen Dörfer, die die Katastrophe vor fünf Jahren dank starker Fischerei und guter Lage, beinahe ohne Missstände überstanden hatten. Mittags erblüht das Dorf unter der Sonne und der Meeresbrise zu einem echten Fischmarkt. Nicht der größte Eorzeas aber der einzige der auch Sonntags geöffnet hat! Ebenfalls einer der Slogans die der Bürgermeister gern verwendet.

Doch neben den zwei Fischer-Knaben, die neben sich noch eine kleine Laterne platziert hatten, brannte auch im Haus des Bürgermeisters noch immer das flackernde Licht mehrerer Kerzen. In sein Nachthemd gehüllt und mit der leicht schief sitzenden Schlafmütze mit Puschel-Kugel an der taumelnden Spitze ging der Bürgermeister dann aus seinem Haus. Jeden Abend machte er einen zufriedenen Kontrollgang durch das in seinen Augen, nur durch ihn so schön gewordene Dorf, bevor er dann selbst zu Bett ging. Doch nicht in dieser Nacht.

Das Zwirbeln seiner langen Schnauzer-Barthaar-Enden fand ein jähes Ende, als sich sein Blick zum Steg wandte. Noch als er den Fischerknaben zuwinken wollte, zog etwas sehr kräftig an den Angeln der beiden...dem einen Knaben riss direkt die Angel aus der Hand und so sprang er auf, um seinem Freund zu helfen. Beide zogen wie besessenen und voller Eifer an der Angel. Diesen Fisch wollten sie fangen, egal wie groß er auch sein mochte. Doch traute der Bürgermeister seinen Augen kaum, als die Fischerknabben plötzlich vom Steg flutschten und es den Anschein machte, als seien sie eigentlich der Fisch am Haken gewesen. Der Bürgermeister war erst erstarrt vor Schreck. Er dachte sich nicht viel, nur ein überwältigendes "Wow" schoss ihm durch die Gedanken. Wer konnte auch schon ahnen, dass es diese beiden Knaben sein sollten, die in der darauffolgenden Nacht zurückkehrten und dem Bürgermeister mehr als nur zum Fressen gern hatten.

Am nächsten Tag waren die Knaben immer noch nicht wieder aufgetaucht und der Bürgermeister rief seine Bürger zu einer Versammlung am Feuer zusammen. Er erzählte allen vom Vorfall und jene schauten ihn ungläubig an. Nur die Mutter der Knaben schrie auf und war voller Sorge und Trauer. Sie forderte die anderen auf zu suchen. Keiner der Bürger fühlte sich aber dazu motiviert und so wollten alle erstmal die angesetzten 48 Stunden abwarten, bevor solch eine Suchaktion durchgeführt werden würde. Voller Zorn und Trauer beschimpfte die Mutter das gesamte Dorf und verfluchte sie. Sie sagte, dass die Nacht auch die Kinder der anderen holen soll und die sonst so angenehme Brise des Meeres türmte sich im Wellengang zu einem großen rauschenden Sturm, der die Bäume bog, die Gräser drückte und die Fenster zum klappern brachte, all dies bis die Nacht herein brach. An diesem Tag fand kein Markt statt, zu sehr wütete dieser Sturm über das Land. Doch mit den ersten Mondstrahlen verstummte der Sturm und das Meer wurde ruhig. Die Mutter ging zum Steg, blickte zum Horizont und erkannte etwas im Wasser. Sie eilte den Steg entlang und den steilen Hang herab zum Strand. sie rief nach ihren Knaben und tatsächlich, wie ein Wunder erhoben sich zwei Gestalten aus dem Wasser, liefen der Mutter langsam entgegen. Die langen nassen Haare verdeckten die Gesichter und die Haltung war lasch, beinahe ein Ducken andeutend. Als sie näher kamen erkannte die Mutter aber ihre Kinder wieder und umarmte beide, gab ihnen Küsse auf die nassen Köpfe, sah nicht, dass die Seelen der Kinder längst nicht mehr in jenen Körpern waren, die sie dort in den Armen hielt. Und so kam es, dass die Mutter in der Umarmung ihrer Liebsten den Kopf hängen lies. Ein Biss in ihren Hals, links und rechts, verdeckt durch das rote Haar und im Dunkel des Strands, brachte sie dorthin, wo ihre Knaben verweilten.

Für uns wäre es nun normal gewesen, wenn auch der Körper der Frau zu Boden sackte und das Leben verlor. Doch nicht in dieser Nacht. Gemeinsam mit ihren Söhnen lief die Frau zurück, den Hang hinauf, zurück zum Dorf an das Feuer, wo auch in dieser Nacht der Bürgermeister seine nächtliche Runde drehte und die heranschlürfende Familie mit ausgestreckten Armen empfing. "Sagte ich es doch! Alles ist wieder gut geworden!", sprach der Bürgermeister mit freundlichen Lächeln und einem erleichterten Ton in der Stimme. doch die Drei hielten nicht an, um ihm Recht zu geben, sondern liefen weiter. Kurz vor ihm überfiel die schwach-anmutenden seelenlosen Körper ein Rausch der Kraft und sie packten den Bürgermeister, verstummten seinen überraschten Schrei bevor er dazu im Stande gewesen wäre in hellen, grellen Tönen nach Hilfe zu rufen und färbten sein blaues Nachthemd im rot seines Blutes. Es war ein ruhiges Dorf. Ein Dorf, welches die Katastrophe vor 5 Jahren, wie einem Wunder gleich, gut überstanden hatte. Doch am nächsten Morgen war das Leben gegangen.


 


cleomomoko

大徳 Daitoku

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BeitragVerfasst: Di Aug 05, 2014 1:43 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben

*Sperrgebeit Betreten auf eigene Gefahr!*

Die Handelsroute des Weinhafens quer durch den anschließenden Dschungel war gesperrt worden. Übergriffe von rießigen Goobbue auf die Händler wurden immer häufiger. Der Weinhafen engagierte Muyus Akademie sich der Anomalien anzunehmen, waren die Goobbue doch eigentlich meistens friedliche Wesen.
Tief im Dschungel traf der Trupp der Akademie auf drei sich badende Goobbue. Sie stellten diesen eine Falle und versuchten sie bewegungsunfähig zu machen. In einer vorbereitenden Vorlesung Grimloqs erfuhren sie wie man am Besten gegen solch große Wesen kämpfen sollte. Als der Sieg über die wildgewordenen Tier schon greifbar war, erschien hinter ihnen plötzlich aus dem Schatten ein dunkler, fauliger Goobbue mit einem Maul im Bauch, bereit alle zu fressen, die ihm in den Weg kamen. Es war ein erbitterter Kampf. Taiga wurde vom Goobbue in den Schlund geworfen und Celanars gekonnte Attacke konnte sie wieder befreien, als das Wesen starb und zu einem Haufen dunkler matschiger Substanz wurde.

Ein wirklich seltsames Wesen...

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Einige Tage danach verschärfte sich die Lage am Weinhafen. Die Leute bekamen Angst als nun anscheinend einige Händler sogar ihr Leben lassen mussten, was die Akademie aber erst einmal nicht erfahren sollte. Wieder am Weinhafen angekommen sahen sie das Sperrgebietsschild. Dieses mal hatten sie keinen großen Trupp aufgebaut und nicht viel Planung investiert. Sie wollten eigentlich nur eine Probe des Matschhaufens des Goobbbue, oder was davon auch übrig blieb, entnehmen und für ihre Kartei eine Analyse vornehmen, doch der Dschungel war in der Nacht ein anderer. Nebel zog auf, durchstreifte die Palmen und Bäume, so dicht dass die Sicht gerade mal 5m weit reichte. Die Luft war kühl und feucht, einfach unheimlich. Am Kadaver angekommen sahen sie in der Ferne eine Miqote.

Diese kniete sich vor einem Sumpf, einem dunklen Sumpf, welcher zuvor nicht so ausgesehen hatte. Erst das rufen Muyus und der Klang ihrer Stimme lies die Fremde sich dazu bewegen ihre Identität preiszugeben. "Ich bins...Cleo!".
Das Wiedersehen war überraschend und zu gleich eben von dieser neuen Entdeckung überschattet. Was ist dieser Matsch? Der ganze sumpf war voll damit, beinahe wie Öl. Tiere verendeten in seinem Lauf. Von Wasser war nichts mehr zu erkennen.


 


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BeitragVerfasst: Di Aug 05, 2014 4:02 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben



Die Mondstrahlen wurden vom Nebel verschluckt. Die Nacht so dunkel wie nur selten. Im Schatten lauerte noch ein weiterer Abenteurer, den das Sperrgebiet und dessen Geheimnisse angezogen hatte. Er stellt sich als Mithenriel Betrayal vor, ein Adeliger aus dem fernen Coerthas und wohl Verbündeter des Mahlstroms. Anfangs gab es eine Spannung und die Situation schien verstrickt, traute Mithenriel der Gruppe mitten im Dschungel nicht. Erst als sich Cleo im Salut des Mahlstroms als Agentin einer Sonderkommission und ihrem hohen Rang vorstellte, senkte Mithenriel seine Waffe und entschloss sich dazu der Akademie aus dem Dschungel zu helfen.

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Mithenriel Betrayal


Gemeinsam bahnten sie sich einen Weg durch den Nebel. Die eigentlich Route zurück wurde durch wild gewordene Coeurls versperrt und ein Kampf war nicht im Sinne M'uyus und der anderen. Es blieb nur der Weg über eine wackelige, alte Seilbrücke. Auf der Brücke gingen sie vorsichtig voran. Die Bretter knirschten und die Seile spannten. Der Nebel lies nicht zu bis zum ende der Brücke zu sehen. Mit jedem Schritt nach vorn verschwand auch die Sicht nach hinten. Mitten auf der Brücke sahen Mithenriel und Cleo aber plötzlich eine Gestalt vor ihnen auftauchen. Augenscheinlich ein Mann im Nachthemd, seine Statur war groß und als sie ihn sahen, schien er auch sie erspäht zu haben. Langsam torkelte der Mann auf Mithenriel und die anderen zu. Auf Zurufen reagierte er nicht. Als er näher kam und die Sicht auf ihn besser wurde, war klar das etwas nicht zu stimmen schien. Er trug ein Nachthemd übersät mit dunklen Blut gefärbten Flecken. Seine Haare waren lang und wirkten nass, verdeckten sein Gesicht, doch das Wesen gab ein Stöhnen von sich, leidig, angestrengt aber auch fordernd - ein seltsames Geräusch. Es kam näher und näher. Mithenriel ergriff die Initiative und packte das Wesen. Es entfaltetet eine enorme Kraft und gab einen Todesschrei von sich, der einem Menschen glich, welcher vor Panik nicht mehr weiter wusste. Überrascht von der nicht vorherzusehenden Stärke des Wesens konnte sich Mithenriel für einen Augenblick nicht wehren und das Wesen rammte seine Zähne in Mithenriels Hand. Cleo packte Mith and er Schulter, riss ihn zu Boden, weg von dem Vieh. Melina hatte bereits ihren Bogen gespannt und schoss einen Pfeil mitten in die Augen des Wesens, welches dennoch weiter zu Mithenriel lief. Melina packte mehrere Pfeile auf die Sehne und schoss eine Salve, welche ihr Ziel mit einem kleinen Hagel aus Pfeilen übersät hatte und wenigstens sein Vorrücken verlangsamte. Doch auch jetzt war das Wesen nicht tot. So packte es Mith erneut und überwältigte es. Cleo warf ihm ein Seil zu und das Wesen wurde gefangen, schnappte und zappelte und schrie weiter. Doch wenigstens war es unter Kontrolle.

Muyu entschied darauf hin, dass Mithenriel zur Akademie müsse, um ihn dort der Heilung zu unterziehen. Sie nahmen das Wesen mit, doch Cleo hatte die Sorge um Dastil. Dastil war zuvor in den Mittagsstunden zu einem nahegelegenem Fischerdorf aufgebrochen und kam bisher nicht zurück. Grund zur Sorge, und Grund genug für Cleo allein in das Dunkel der Nacht und durch den dichten Nebel zu sprinten.


 


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BeitragVerfasst: Di Aug 05, 2014 6:17 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben

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Das Dorf.

Im Nebel hörte Cleo von allen Seiten die fürchterlichen Schreie der Kreaturen. Es waren also weit aus mehr als nur der eine auf der Brücke. Sie konnte kaum den Boden sehen, so nebelig wurde es. Doch sie rannte weiter, versuchte die Wege der Monster vorauszuahnen und streifte so durch das ungewisse Dunkel der Nacht. Als sie endlich im Dorf ankam, spürte sie die Briese des Meeres nun noch deutlicher, hatte sie ihr zuvor den Weg etwas leiten können. Das Dorf selber war erstaunlich ruhig. Nur das Blut am Boden und ein dunkles Sekret an Wänden und Türen deuteten das furchtbare Geschehen an, welches sich hier ereignet haben muss. Sie reif nach Dastil doch vernahm keine Antwort. Sie wagte sich etwas weiter in das Dorf und sah eine lange Blutspur, eines gezogenen Körpers am Boden und folgte dieser die Vortreppe hinauf bis zur Eingangstür eines der Fischerhäuser.

"Hmm, wieder dieses dunkle Sekret." sagte Cleo und streichte abermals mit den, durch einen Handschuh geschützten, Fingern über die Türklinke. "Das ist für mich eindeutig...Tin.."
Doch als sie dies sagte, wurde sie von hinten gepackt. Sie schrie auf und holte mit dem Ellbogen aus, traf den Kerl am Arm...doch es war kein Monster sondern einfach nur Dastil, welcher sie erschrecken wollte. Nicht verärgert, sondern einfach nur froh ihn zu sehen, schloss sie ihn in ihre Arme. Sie erzählte ihm von der Begegnung im Dschungel bis zu dem Moment, als plötzlich die Tür hinter ihr aus den Angeln flog und ihr so ein Monster auf den Rücken sprang.

Einem Bodycheck gleich rammte es sie mit voller Wucht, packte sie am Kopf und streckte, die Zähne fletschend, den Kopf an Cleos Hals. Dastil konnte sie gerade noch so auffangen und stach dem Vieh die Klingen seiner Faustwaffe in den Kopf. doch es lies nicht locker, schob sein Gesicht mehr in die Fleisch zerschneidenden messerscharfen Klingen, zerriss beinahe alles was ein Gesicht menschlich machte, nur um Cleos Hals näher zu kommen, nur um sie zu beißen. Dastil zog die Klingen raus, war selbst sehr überrascht, auch wegen der körperlichen Kraft des Monsters. Immer wieder rammte er seine Klingen in den Hals des Wesens, immer wieder und immer tiefer, bis er schließlich den Knochen des Halses zerbrechen konnte und der Kopf zur Seite flog. Der Körper des Monsters verlor schlagartig jede Anspannung und Kraft, sackte schlapp zusammen und rutsche an Cleo herab bis zum Boden. Cleo brauchte einige Augenblicke um sich vom Schock und auch vom Schmerz des Zusammenpralls zu erholen. Beide beschlossen das Wesen, da es mal ein Hyurian gewesen sein muss, auch wie einen Menschen zu bestatten. Und als die ersten Sonnenstrahlen auftauchten, verschwand der Nebel und auch die Schreie der Monster aus der Umgebung verstummten. Cleo kam zu der Erkenntnis, dass diese Wesen nur in der Nacht aktiv werden und taufte sie: Nachtwandler....


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大徳 Daitoku

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BeitragVerfasst: Mi Aug 13, 2014 2:49 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben






"Fahr zur Hölle! Ich hasse Dich so sehr, dass Dich die Hölle vom Himmel reissen soll. Niemals sollst Du dorthin kommen! Monster!"


Die Ehefrau hatte genug vom krankhaften Bestreben ihres Ehemannes, Cornelius Mrograine. Ein Alchimist aus dem fernen Coerthas. Einst anerkannter Künstler seines Faches, doch er wollte mehr erreichen als es in seiner Macht gestanden hätte. Er wollte die Grenzen der Magie überwinden und eine Substanz entwickeln die den Äther neutralisieren vermag, die es ermöglichen sollte normale Menschen dem Drachenfeuer ohne Verletzung aussetzen zu können. Keine Verbrennungen, keine Wunden...nur ein Wundermittel, gefertigt aus Menschenhänden.

So machten die ersten Testläufe an Kobolden den Anschein, dass es funktionieren könnte. Ihre Haut bedeckt mit einer tintenähnlichen Salbe schien tatsächlich immun gegen den gefürchteten Feueräther der Drachen und Drachenzauberer zu sein.
Doch dann kam die für Cornelius und seine Familie alles ändernde Tragödie. Ein Trupp der besten Soldaten seines Volkes wurde ausgewählt die Salbe in der Schlacht zu testen. Es war ein großes Event, setzten doch alle die Hoffnungen in den bis dato sehr hoch angesehenen Alchimisten. Ein großes Event, welches anfangs wunderbar geglückt schien. Nach der Salbung hielten die Soldaten ihre Hände in flackernde Feuerbecken und tatsächlich erlitten sie keine Verbrennungen, nicht das kleinste Anzeichen von Schmerz. Noch am selben Tag rückte der Trupp feierlich aus. Trompeten und Gesang begleiteten die stolzen Ritter auf dem Weg durch das Stadttor in Richtung eines Drachenhortes, wo sie sich tapfer dem Kampfe stellen wollten. Zwei Tage hätte die Reise dauern sollen, doch kamen die Soldaten bereits in der Nacht zurück. Ohne Pferde und Waffe, wankten sie durch den eisigen Schnee, alle eng beisammen und natürlich, wie könnte es auch anders gewesen sein, öffnete man schnell die Stadttore. Trotz tiefster Nacht eilten die Menschen aus ihren Häusern, teils im Nachtgewand, nur um ihre tapferen Krieger zu bestaunen. Doch die guten Herzen der Krieger waren verstummt. Untot kehrten sie zurück und sobald sich die Tore öffneten stürmten sie mit schrecklichen Schreien und blutverschmierten Mündern in die Stadt und durch die Straßen, nur mit dem tollwütigem Ziel vor Augen, das zu töten, was ihnen in die Quere kam. In dieser Nacht durchbrach die sonst so angenehme, beinahe beruhigende Sternennacht-Kulisse die gequälten Schreie der gebissenen Bürger. Die Straßen wurden im Blut getränkt, im eigenen Blut der Menschen die doch nur endlich einen Hoffnungsschimmer im erbitterten Kampf gegen die Drachen und ihre Herren sehen wollten. Und das Volk zürnte am nächsten Morgen. nicht nur hatten sie ihre 30 besten Krieger verloren, auch über 70 Unschuldige mussten ihr Leben lassen, wurden qualvoll ermordet, oder im Anschluss an ihre Verletzungen und einer sich andeutenden untoten Wiederkehr enthauptet. Das Volk rebellierte am nächsten Tag, trat die Türen des Alchimisten ein und zerrte ihn aus dem Haus, welches seit über zehn Generationen im Familienbesitz war, warf ihn auf die Straße trat und stach mit spitzen Stücken auf ihn ein. Nur der das Heer konnte die aufgewühlten Leute vom nun schon schwer verletzten Alchimisten trennen, hielten sie mit Mühe und not, und der Drohung Gewalt anzuwenden mühsam zurück.
Der Bürgermeister trat vor Cornelius, welcher sich am Boden im Schnee, welcher bereits die größten Blutspuren mit frischen Flocken bedeckt hatte, windete und vor Schmerz krümmte.

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"Ihr und eures Gleichen werdet für immer von Coerthas verbannt. Schande wird über eure gesamte Familie ausgesprochen und solltet ihr zurückkehren, landet ihr unter dem Schafott! Geht! Sofort!", schrie der Bürgermeister und blickt auch zum Haus des Cornelius, wo sich Tochter und Ehefrau ängstlich am Türrahmen hielten und bei jedem der wütenden Worte des Mannes vor Schrecken und Trauer zusammenzuckten. Innerhalb weniger Minuten wurden sie brutal vor die Tore der Stadt geworfen, nichts an als ihre Nachtkleidung, ein Vater, eine Mutter und ihre 12jähirge Tochter in der todbringenden Kälte der Eiswüste Coerthas.




Zuletzt bearbeitet von cleomomoko am So März 15, 2015 12:39 pm, insgesamt 2-mal bearbeitet
 


cleomomoko

大徳 Daitoku

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BeitragVerfasst: Mi Aug 13, 2014 4:37 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ein grausames Urteil.
Cornelius hätte sich lieber den Tod gewünscht als, dass seine Familie nun vogelfrei den Überlebenskampf in der eisigen Wüste ertragen musste. Die ersten Tagen in der Wüste aus Eis waren die schwersten. Erfrierungen übersäten die Körper, der Papa hielt die Tochter stets auf den Armen, wenigstens ihre Füße sollten nicht den Schmerz der eisigen Verbrennungen spüren müssen. Sie irrten umher nur den Weg Richtung Süden im Kopf, raus aus dem Schnee, und als seien sie nicht schon gestraft genug, peitsche immer wieder ein eisiger Sturm über die Lande. Doch ein Fünkchen Glück rettet den dreien das Leben. Fremde Händler aus dem fernen Eorzea waren auf dem Weg von Camp Drachenkopf in den Finsterwald und irrten selbst im Sturm umher. Als sie auf die gedemütigte Familie trafen, konnten sie nicht anders als diese mit auf ihren Karren zu nehmen und unter zahlreichen Decken zu wärmen. Es ist schwer zu sagen wann der Hass begann, dieses Gefühl von Loretta Mrograine, der ehemals stolzen Ehefrau des bekannten Alchimisten, welches der Liebe wich und ihren Blick dem Ehemanne gegenüber steinern lies. Vermutlich aber war es in der Wüste aus Eis, in den ersten Tagen der Qual. Selbst da konnte Cornelius nicht aufhören immer wieder über seine Substanz zu sprechen und zu hörnen. Er verstand nicht was falsch geschehen war...hatte keine Entschuldigung und keine Liebe für seine Frau, sondern war zu diesem Punkte hin schon krankhaft vernarrt in sein Werk. Doch wo hätte sie hin können, die Ehefrau? Sie hatte ebenso wie ihr Mann alles verloren und war geächtet. Sie wusste, dass sie ohne ihn keine Chance auf eine gesicherte Zukunft für sich und ihre Tochter hatte. Und so ging sie mit ihm. Hielt zu ihm, auch wenn es sie schon beinahe anwiderte, folgte ihm in den Inselstaat La Noscea, wo er erneut versuchte Fuß zu fassen und sich nach anfänglichem Aufenthalt in Limsa Lominsa per Kontakte an ein aufstrebendes Fischerdorf wandte und gemeinsam mit dessen ebenso strebsamen und vor allem nach mehr strebenden Bürgermeister einen Vertrag einging, indem er die Dienste voll und ganz dem Dorf widmen sollte.

Die Jahre strichen dahin und Cornelius war unter anderem mitverantwortlich dafür, dass das Dorf von der Katastrophe vor fünf Jahren verschont geblieben war. Ein Anzeichen dafür, war ein verkohltes Dankschreiben des Bürgermeisters, welches er vor dem Grabe des Cornelius Mrograine nach der Katastrophe verlesen hatte und von Inspektoren des Mahlstroms bei der Untersuchung des Fischerdorfes entdeckt wurde.

Das Leben der Familie in der neuen Heimat verlief trotz der erneuten Anerkennung des Alchimisten tragisch. Loretta konnte sich nicht einfinden, hasste ihren Mann von Tag zu Tag mehr, nicht nur weil er nun wieder ein Ansehen hatte und sie von den Frauen des Dorfes stets wie Dreck behandelt wurde, sondern viel mehr, weil ihre gemeinsame Tochter Loryean den Vater vergötterte. All den Kummer und Schmerz der Verbannung hatte das Mädchen in den drei Jahren vergessen, sah nur noch ihren erfolgreichen, aufregenden Vater und pflegte beinahe schon eine ebenso krankhafte Begeisterung für ihn, wie er nach wie vor für seine Substanz. Und so kam es zu einer fürchterlichen Nacht, als ein Streit zwischen Mutter und Vater entbrannte. Loretta war außer sich vor Wut und die Gleichgültigkeit ihres Mannes, und die Ausweglosigkeit ihrer Situation, allein gelassen, selbst von der eigenen Tochter, trieb sie zum äußersten und sie ging mit einem Messer auf ihren Ehemann los.

"Fahr zur Hölle! Ich hasse Dich so sehr, dass Dich die Hölle von Himmel reissen soll. Niemals sollst Du dorthin kommen! Monster!" schrie sie immer wieder. sie hatte genug von ihm und seiner Alchemie, fühlte sie sich doch wie in einem Gefängnis und sah noch immer das Böse in seiner Substanz, die er nach all den Jahren immer noch erforschte.

Ein Handgemenge entfachte und Cornelius wollte um jeden Preis verhindern dass sich seine Frau oder er verletzten. Es gelang ihm sie zu entwaffnen und zu packen. Er warf sie auf das Bett und schrie, sie solle aufhören so verrückt zu sein, habe er doch hier für seine Familie wieder ein Zuhause geschaffen. Irgendwie musste er sich beruhigen, pochte sein Herz doch wütend schnell und pumpte das Adrenalin in die Venen, er drehte sich um und machte einige Schritte Richtung Küche. Loretta stand vom Bett auf, griff nach der Nachttischlampe und holte aus, doch lies die Lampe auf halbem Weg plötzlich fallen. Und so stach und stach die Tochter mit dem Messer, welches am Boden lag immer wieder auf ihre Mutter ein, bis diese blutend zum Bett zurückfiel in den Laken versank. Nur der Vater konnte seine verrückte, panische Tochter stoppen. Doch was nützte das noch seiner Frau, welche nun wirklich Alles verloren hatte...

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Zuletzt bearbeitet von cleomomoko am Mi Aug 13, 2014 5:20 pm, insgesamt einmal bearbeitet
 


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大徳 Daitoku

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BeitragVerfasst: Mi Aug 13, 2014 5:13 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben



Am nächsten Morgen stellte sich Cornelius und gab an, er habe im Streit seine Frau ermodert. "Mit sechzehn Stichen?" fragte der Bürgermeister entsetzt. "Cornelius, das habt ihr doch niemals getan. Ihr seid doch ein guter Mensch!" Der Bürgermeister wollte diese Aussagen nicht wahrhaben, hatte er sich mit seinem Partner über die Jahre angefreundet und meinte ihn gut zu kennen. Er bot ihm an einen Sündenbock für die Tat zu erwählen und hinrichten zu lassen, sodass das gut funktionierende Team weiterbestehen könne. Doch Cornelius lehnte ab. Sein Blick war leer und erschlagen, vermutlich starb auch er in der Nacht zuvor. Das Gesetz des Dorfes verlangte ein Auge um Auge Urteil und so erhielt Cornelius die Todesstrafe. Er wolle brennen auf dem Scheiterhaufen, sagte er mit ernster Miene am Ende des Prozesses. Die Tochter, außer sich, schrie, dass das Ungerechtigkeit sei. Doch der Vater wollte brennen, nie wieder Kälte spüren, wie damals in Coerthas und so kam der Tag an welchem er auf den Scheiterhaufen geführt wurde. Das ganze Dorf hatte sich am Strand versammelt, um einen guten Mann zu verabschieden. Wirklich Niemand konnte es begreifen, keiner wahrhaben und doch führten sie das Urteil durch, banden ihn an den Holzpfahl und entzündeten das Geäst unter seinen Füßen. Es loderte und die Flammen haben sich seinen Körper empor geschlungen. Seine Schreie waren das Finsterste was das Dorf bis dato gehört hatte. Noch nie mussten sie Jemanden hinrichten, geschweige denn verbrennen. Und eben diese Schreie liesen die Tochter erneut in ihren Rausch der Wut und Fassungslosigkeit kommen. Loryean wurde festgehalten, doch stieß sie sich frei, eilte zum brennenden Vater. Alle drumherum blieben vor Schreck erstarrt als das Mädchen in das Feuer schritt und versuchte an dem Berg aus Flammen herauf zu klettern, nur um die Fesseln ihres Vaters zu lösen. Ihre Kleidung brannte lichterloh und sie schrie, doch lies nicht davon ab an den Fesseln mitten im Feuer zu ziehen. Nach einigen Sekunden des Unglaubens ergriff endlich ein Mann den Mut und sprang am Scheiterhaufen vorbei, riss Loryean von den Fesseln weg und warf sie in den Ozean. Das Wasser löschte das Feuer und sie krümmte sich vor Schmerz in den Wellen und ging unter. Der Vater war im Feuer bereits verendet und die Tochter im Ozean verschwunden. Sie suchten sie. Jeder Dorfbewohner half bei der suche nach dem Mädchen, der jungen Frau, doch keiner konnte sie finden. In der Nacht jedoch, brannte Licht im Keller des Hauses der Mrograine und Zeugen berichteten, dass sie Stimmen hörten, ja sogar ein Lachen. Es war in den frühen Morgenstunden als das Haus der Mrograines in Flammen aufging und die Substanzen des Labors zu heftigen Expulsionen führten, welche die wände einrissen und das Haus dem Erdboden gleich machten. Nur mit Mühe konnte das Feuer gelöscht werden und gerade noch so ein Übergreifen auf andere Häuser verhindert werden. Viele waren sich sicher, dass dies die Tat von Loryean Mrograine gewesen sei, dass ihr Geist das Haus heimgesucht hätte. Gruselgeschichten wurden unter den Kindern verbreitet und als die Katastrophe vor fünf Jahren Eorzea erschütterte geriet Loryean sehr schnell in Vergessenheit.


 


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BeitragVerfasst: Di Aug 19, 2014 2:33 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben

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An der Akademie der Wüstenblumen...
Nachdem Cleo und Dastil zu M'uyu, Shiorie und Co im Lavendelbeet gestoßen waren und von ihren Erlebnissen im Dorf berichtet hatten, waren sich alle einig, dass sie an den Ort des Geschehens zurück mussten.
Wo sind all die Dorfbewohner hin? gibt es noch Hoffnung für sie und wie schlimm ist das Ausmaß dieser dunklen Vergiftung?
Die Planungen für einen Einsatz in der Nacht begannen. Doch hatte sich die Seuche bereits unter die Helden der Akademie geschlichen...
Taiga hatte sich nach dem unglücklichen Verlauf im Kampf gegen den fauligen Goobbue, welcher sie in seinen Schlund warf, komplett zurückgezogen und kam nicht mehr aus ihrem Zimmer. Als Lea M'uyu und Shiorie am Ende einer Vorlesung erzählte, dass sie nur noch einen schwachen Herzschlag bei Taiga spüre, eilten die beiden in das Zimmer Taigas. Kein Licht war an und die Vorhänge zugezogen. Es war dunkel und seltsam kühl. Taiga kauerte unter ihrer Decke und auch auf das Gute Zureden Shiories und M'uyus hin wollte sie sich nicht zeigen.
M'uyu wandte ihre Überredungskünste an und nach einem langen hin und her ergab sich Taiga schließlich. Sie zog die Decke herab. Ihre Haare wurden grau und ihre Pupillen weiss.
"Ich will nicht drauf gehen und dabei aussehen wie eine alte Schachtel!" motzte Taiga gequält und schien zu spüren, dass sie es nicht mehr lange überleben wird.
Doch M'uyu wollte sie nicht aufgeben. Sie lies zum ersten mal ihr Replikat der Blume testen, und zwar an Taiga.
M'uyu hielt ein Gerät, Kasten ähnlich, in ihren Händen. In der Mitte war die Blume mit ihren Kristallenen-Wurzeln. Das Gerät strahlte eine besonders starke weisse Ätherkraft aus und hob Muyu in die Höhe. sie schwebte über dem Boden und fiel in eine Trance. Es wirkte beinahe so als würde die Blume Muyus Körper wie einen Schlüssel, wie ein Standbein benötigen, um überhaupt wirken zu können. Und tatsächlich...weisse Fäden griffen wie Hände nach Taiga und rissen einen dunklen Geist aus ihrem Körper.

Die Untersuchungen an der Akademie liefen auf Hochtouren.
Mithenriel Betrayal hatte bei seinen Reisen durch Coerthas von einer Substanz erfahren, welche dort der Kuss des Todes genannt wurde. Ein erster Anhaltspunkt für den Ursprung der Substanz, wohl möglich war sie doch aus Menschenhand gefertigt worden. Dastil machte sich umgehend auf die Reise nach Coerthas und fand heraus, dass es einen Alchimisten namens Cornelius Mrograine gegeben hatte, welcher der vermeintliche Erfinder dieser Substanz gewesen war. War? Bereits vor fünf Jahren starb er im Exil auf La Noscea, also genau dem Land, wo die Akademie das erste mal auf die Seuche traf.

Sorah die Alchimistin befasste sich genau mit einigen Proben, welche zuvor vom Matsch und dem Nachtwandler genommen wurden, ihr Ergebnis war erschreckend:



  • [Sorah's Bericht über die Extrahierte Substanz]


    ! Die Substanz ist Äußerst Gefährlich, Hautkontakt unbedingt vermeiden, nicht Schlucken. Falls doch Kontakt bestand, umgehend einen Heiler aufsuchen !


    Eigenschaften:

    - Tintenähnliche Konsistenz
    - Absorbiert bei Hautkontakt Äther
    - Nistet sich bei Blutkontakt im Kreislauf des Körpers ein
    - Einzelne Tropfen reichen um einen Körper vollständig zu Infizieren



    Die Substanz Verharrt in einem Körper bis zu einem Gewissen Stadium, ist dieses erreicht breitet sich die Substanz wie ein Parasit aus, blockiert den Blutstrom und tötet seinen „Wirt“ somit in kürzester Zeit. Durch den gespeicherten Äther den die Substanz aus allem zieht mit der sie in Berührung kommt, bleibt der befallene Körper weiter Bewegungsfähig und einsatzbereit.

    In wie fern sich die Substanz nach diesem Stadium verhält ist nicht festzustellen, auch ob Intelligenz vorliegt ist nicht feststellbar. Aggressives verhalten war bei den Proben nicht festzustellen, es reagiert Passiv auf sämtliche bisher getesteten Einflüsse.

    Weiter auffällig ist, dass die Substanz weitere Nährstoffe aus dem Blut seines Opfers zieht. Ein einziger tropfen absorbiert eine große Menge Sauerstoff und Absorbiert nach und nach das restliche Blut. Wie hoch der Prozentuale Anteil sein muss damit ein Körper übernommen wird ist nicht feststellbar.



Nachdem sich die Vermisstenanzeigen im Hauptquartier des Mahlstroms häuften, wurde der Akademie eine 48 Stunden Handlungsfreiheit gewährt, bevor das Gebiet rund um das Dorf komplett abgeriegelt und als streng geheim gehandelt werden musste. So viel sie auch herausgefunden hatten, war die Vorbereitungsphase zu kurz geraten und unter Zwang einigten sich M'uyu und Cleo dazu, eine Nacht und Nebelaktion zu starten. Gemeinsam mit Shiorie, Melina und Mithenriel machten sie sich auf in das Dorf, um der Wahrheit auf den Grund zu gehen...


 


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BeitragVerfasst: Di Nov 04, 2014 5:07 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben




Und dort lauerten sie im feuchten, dichten Nebel, der das Dorf vollständig in seine Dunkelheit hüllte.
Hunderte finsterer Nachtwandler. Es muss das ganze Dorf gewesen sein, welches der Infektion zum Opfer gefallen war. Und zwischen all den Untoten befanden sich die Helden der Akademie, umzingelt, ausgeliefert, dem Ende nahe. Zuerst der Kampf gegen ein Wesen dessen Zunge so lang war, dass es einer Schlange gleich zu würgen vermochte und dann der nicht enden wollende Strom der Horden von Untoten, welche nicht nachlassen wollten und immer mehr aus den Schatten, dunklen Ecken und Gassen des Dorfes heraus preschten.

Sie hatten keine Wahl und so setzten sie eine Waffe ein, welche einer Kopie der Blume glich, feuerten aus ihr den weißen Äther, welcher sich in einer hell erleuchteten Kuppel durch das Dorf riss und alles Untote zerfetzte.

Das Dorf wurde dem Erdboden gleich gemacht. Ein hoher Preis, denn es gab nun keine Hoffnung mehr für die Dorfbewohner. Und zwischen all dem Glühen und der rauchenden Asche am Boden, stand sie da. Eine junge Frau, schön, doch verletzt, ihr Körper durch die Wucht des Zaubers entstellt. Und sie schrie: "Dafür werdet ihr büßen! Was ist das für ein Zauber? Ich werde euch eines Tages heimsuchen und vernichten...."

Als die Helden in diesem Augenblick die Frau stellen wollten, fegte der Tentakel eines riesigen Krakens über das Schlachtfeld, was früher mal eines der harmonischsten Dörfer La Nosceas gewesen war, und drängte sich mit einer unvorstellbaren Kraft zwischen die Kämpfer der Akademie und die verletzte Frau, umschlang sie und zog sie in die Tiefen des Meeres, zurück in die Dunkelheit.

Den Helden der Akademie blieb nichts, außer dem gewonnen Wissen darüber, wer ihr wirklicher Feind war. Dieses mal stand es nicht in ihrer Macht die Unschuldigen zu retten.
Doch seit jenem Tage war es ruhig. Keine bekannten Infektionen mehr. Es schien beinahe so, als sei die Tinte von Eorzeas Boden verschwunden.

Doch oftmals lauert das Böse im Schatten und wartet nur auf eine Gelegenheit, auf einen Augenblick der Schwäche, um seine Gegner zu zerschmettern.

Die Zeit wird zeigen, ob es sich erneut offenbaren wird...


 


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大徳 Daitoku

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BeitragVerfasst: Fr Dez 19, 2014 8:37 am  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben




In der Abenddämmerung...
Die Wellen an der Küste La Nosceas türmten sich. Immer größer und höher schienen sie beinahe endlos in die Höhe zu steigen. Sie vermochten den Himmel am Horizont zu küssen. Nach der Ebbe kam keine Flut mehr. Das Meer zog sich weit zurück. Kinder spielten an den Stränden und schauten verwundert in die Ferne.

"Was ist das...Papa?" riefen sie fasziniert von jenem Anblick, und mit tief verankerter Furcht in den Stimmen nach hinten.
"Bei den Göttern...." der Vater stand auf, konnte nicht glauben was er da sah. Über den Wellen...
Schwebte etwas, stach durch die rötliche Sonne am Horizont hervor und warf einen Schatten in ihr Antlitz.
"SCHNELL KINDER LAUFT! WEG VON DER KÜSTE!"
Die Menschen rannten. Sie rannten davon, liesen alles zurück, was sie nicht am Leibe trugen.
Finsternis.

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Die Wellen türmten nun so hoch, dass sie selbst die Sonne hinter sich verschluckten und kamen der Küste rasend schnell entgegen. Und so krümmten sie sich und schlugen herab über das Land, brutal, mächtig, gnadenlos. Die Macht der Natur, die alles unter sich begraben konnte. Bäume knickten wie Streichhölzer und Häuser zerbrachen wie Sandbauten. Vögel flogen panisch in die Höhe und versuchten den Wellen zu entkommen. Doch keiner konnte entkommen.
Schreie die im Sog der Wellen verstummten. Hände die das Tageslicht zum letzten mal berührten, bevor sie in der schier endlosen Tiefe des Ozeans verschwanden.

Das Wasser zog sich zurück und hatte eine Katastrophe hinterlassen. Ein Ort der Zerstörung.

Weisses Haar schlang sich über ihre Schulter. Ihre Augen glühten voller Zorn und Geisteswahn. Sie streckte die Arme aus und ging von den Wellen herab, lief an ihnen herunter als seien sie blose Treppen, ehe sie sich gen Horizont zurückzogen.
Voller fürchterlicher Anmut schrie sie, ihre Werk betrachtend: "ICH SAGTE DOCH, ICH KOMME ZURÜCK! UND NEHME MIR......ALLES!"
Loryean Mrograine drehte sich um und hob ihr Zepter in die Höhe. Grüne funkende Strahlen schlugen daraus und drangen in das Erdreich ein, liesen die Welt beben. Der Vorbote für eine Armee...

Im glimmenden Licht der roten Sonne stiegen Gestalten aus dem matschigen Erdreich der Küsten herauf. Immer mehr, zu viele um sie zu zählen. Matsch und Wasser tropfte an ihnen herab. Sie schlossen zu ihrer Anführerin auf ung gingen versammelt hinter ihr auf die Knie.
Sie hob das Zepter in die Höhe und schlug zum Kommando des Vorrückens an. Die Untoten kamen näher zu ihr, griffen ihre Beine und hoben sie empor. Ihr Blick war voller Eifer und Selbstsicherheit.....

"Euer Ende....ist GEKOMMEN!"

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((2015))


 


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BeitragVerfasst: Mi März 04, 2015 6:37 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Die Nacht war im Finsterwald eingekehrt...
Ein Sturm tobte. Die Äste der zahlreichen Bäume krümmten sich unter dem heftigem Stürmen und dem prasselten Regen. Helle Blitze und tiefes Donnern ließen den Himmel beben. Auf das Gelände der Akademie trat ein großer Mann, gekleidet in einem langen schwarzen Mantel. Die Kapuze war tief in das Gesicht gezogen und eine Frau erwartete ihn bereits an der Tür der Akademie.



Er atmete mit einem leicht rauchigen Brummen aus, als er die Kapuze vom Kopf mit beiden Händen anhob und nach hinten legte: "Milady."

"Oh, Lord Dareios?", sprach sie mit leichtem Schaudern, das sie überkam als der Blitz sein Gesicht und seine leuchtend blauen Augen erhellen ließ.

Er verbeugte sich tief: "Dann hat Euch mein Knappe also erreicht, wundervoll."

"Kommt rein! Das Wetter ist ja furchtbar!"

Lord Dareios nickte ihr ruhig zu: "Es stürmt auf meiner Reise seit Tagen...Abergläubige Narren würden meinen es sei ein Fluch." Sie öffnete ihm die Tür und er trat ein.

"Ihr könnt euren Mantel an die Rezeption geben!"

Dareios nickte ihr abermals zu: "Gewiss. Das ist also...die Akademie...der Blumen."

"Willkommen! Wie kann die Akademie euch helfen Lord Dareios!", lächelte sie ihm zu. Und sie sah wie er seinen Mantel auf die Theke legte. Er trug eine leichte Rüstung mit den Wappen Ishgards, sein Blick war stets kühl.

"Wir werden uns...gegenseitig helfen müssen." Meinet er mit ruhiger Stimme. "...ich bin ein...teils geliebter...teils gehasster Pragmatiker...aus Ishgard. Das Wort des Papstes und der Lords von Coerthas...ist oft ein Hindernis...in meinen Untersuchungen...doch habe ich es mir zur Aufgabe gemacht die finstersten Wesen dieses Planeten zu jagen...und zu vernichten. Ihr und ich Milady Hanewi....verfolgen in einer Sache ein gleiches Ziel. Sagt euch der "Kuss des Todes" etwas?" Es blitze hell auf und ein Donner grölte nach.

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Ein zweiter Mann trat aus den Fluren der Akademie in die große Aula, wohl angezogen von den Stimmen die im seichten Echo hallten. Es war Rylan Fenn und er sprach: "Den Kuss, den man jemanden auf dem Mund gibt, um zu zeigen das man ihn töten will. Eine Art Todesschwur."

Lord Dareios's Blick fiel so gleich auf den Manne, der das Wort erhoben hatte und er widersprach ihm kühl: "Falsch...eine Substanz...schwarz...wie Tinte...doch ist ihre Wirkung der Schlüssel zum Dämonentor. Ihr Mi Lady...und wohl auch ein paar eurer Anhänger habt diese Macht...bereits gesehen. Habt ihr irgendwo einen Besprechungsraum? Oder sollen wir unser Gespräch hier fortführen?"

M'uyu Hanewi grübelte noch immer über die schwarze Tinte, doch sagte sie ihm dann mit etwas Zögern: "Mein Büro.. oder unten im Kommandoraum!"

M'uyu führte Rylan und Lord Dareios in die Kellerräumlichkeiten. Schließlich kamen sie im Kommandoraum an, in dessen Mitte eine große Karte Eorzeas gelegen hatte. Lord Dareios hielt kurz inne und betrachtete die Karte, ehe er aus eine seiner Taschen eine kleine Phiole hervor holte, gefüllt mit einer schwarzen, dickflüssigen Substanz und diese an die Kartenposition eines Fischerdorfes in La Noscea legte: "Dieses Dorf...ich habe dort vor kurzem Untersuchungen vorgenommen."

Direkt erkannte M'uyu den Ort: "Da war ich mal!"

"Ja, das wart ihr wohl...ich möchte wissen...was dort geschehen ist. Diese Substanz...ist etwas, das außerhalb Coerthas nicht existieren dürfte...und doch fand ich sie dort."

"Es.. kommt aus Coerthas?"

Lord Dareios Blick wanderte ruhig zu Rylan und dieser erwiderte: "Ich habe nur ein paar dinge gehört....Gerüchte, aber dabei war ich nicht. Gerüchte, die mir damals zu Ohren kamen, handelten von.....Wandelden Toten? "

"Wie.. aber.., Wie kommt es dahin! Und warum hat Coerthas so etwas?", fragte M'uyu schließlich den Lord, welcher ihr sogleich eine Antwort gab.

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"Entwickelt von einem Cornelius Morgraine...ist diese Substanz der Grund für eine Tragödie...die sich vor vielen Jahren in einer unserer Städte ereignet hatte. Ursprünglich dafür hergestellt um im Kampf gegen Drachen zu dienen...führt diese Substanz zum Tode durch ihre Einnahme...sogar die einfache Berührung kann verheerend sein. Soldaten die diese Substanz auf ihre Haut auftrugen um gegen Feuer resistent zu werden...zogen aus in den Kampf um die Substanz zu testen...doch sie kamen viel früher wieder zurück...und waren von einem Wahn befallen...der sie auf die Stadtbewohner zustürmen lassen hatte...und wie besessen mit Zähnen und Händen...versucht haben einen nach dem anderen...Egal ob Mann, Kind oder Frau...zu ermorden Das Fachjargon...betitelt diese Wesen als Ghule....wir haben nach und nach ähnliche Phänomene in ganz Eorzea entdeckt...die Eorzeaner haben sich an den Namen Nachtwandeler gewöhnt...Nun, ihr wart dabei Milady...als ein ganzes Dorf nur noch aus diesen Wesen bestand...und ihr habt es gereinigt...als wärt ihr Eure Heiligkeit höchst persönlich. Also erzählt mir wie und was dort vorgefallen war..."

Doch M'uyu weigerte sich, Kopf schüttelnd: "Wir können das nicht nochmal tun... und wir sind davon ausgegangen es ist vorbei."

"Es würde mich nicht wundern, wenn die Stadtstaaten selbst sich darum kümmern wollen...", ergänze Rylan.

"Gute Frau...diese kleine Menge reicht aus...um das Trinkwasser ganz Limsa Lominsas zu vergiften...und eine ganze Nation in die Verdammnis zu schicken...wer auch immer....dafür verantwortlich war, dass ein Dorf davon befallen wurde, muss vernichtet werden. Ich handle nicht im Auftrag der...hiesigen Stadtstaaten...ganz im Gegenteil...diese Bürokraten stellen sich meiner Arbeit ständig in den Weg...wenn sie handeln...dann wird es zu spät sein."

"Dieses... Wesen.. es wurde schwer verwundet.. wir gehen davon aus es ist weg", erklärte ihm Muyu.

""Ein" Wesen? Beschreibt es."

"Es ist so lange her... sie war so.. komisch.. mit so komischen Auswüchsen.. und dunkel."

"Es war eine Frau? Verdammt...ich war mir sicher es wäre Mograine selbst...was wisst ihr noch? Denkt gut nach...jedes Detail kann uns helfen...dieses Problem zu beseitigen."

"Also die.. waren da halt... wir haben das Ding gezündet.. und sie war halt voll putt...Aber das ist Monate her.. seitdem war auch nichts mehr!"

"Muyu.....versuch dir die Szene wieder vor Augen zu führen, schritt für Schritt....schließ die Augen, fang von vorne an.", sprach Rylan.

Lord Dareios ließ sich Stirn reibend auf einen Stuhl fallen: "Das sind...Aussagen…wie sie mir ein Kind machen würde...das bringt uns nicht weiter. Gibt es hier keine gesammelten Forschungsergebnisse?...kamt ihr damit in Berührung...gab es irgendwas...was uns weiterbringt?!"

"Ich war halt auch voll fertig da.. ich weiß es nicht mehr genau, aber wie gesagt wir haben sie halt besiegt. Wir hatten halt vorher dieses schwarze Zeug gefunden... ich glaube Shio hat die Unterlagen dazu noch."

"Dann holt sie bitte. Ich denke euch ist bewusst was hier auf dem Spiel steht...uns wird niemand glauben schenken...wir...haben die Verantwortung von Millionen Leben"

Muyu ging den Gang zurück: "Warum ihr sowas überhaupt macht.. ich hol Shio mal..."

Als Muyu wegging suchte Rylan den Dialog mit Lord Draieos.

"Mein Lord?"

Lord Dareios nickte ihm neutral zu: "Setzt euch. Ich bin es nicht gewohnt aufzuschauen *nickt ihm neutral zu."

"Die Situation ist wichtig. Aber seid nicht zu streng zu ihnen....viele hier sind leider zu stolz. Ich weiss....als Lord solltet ihr nicht Rücksicht nehmen müssen. Aber hierbei geht es, wie ihr schon selbst sagtet, um viel mehr. Da muss man für das große ganze auch mal zurückstecken."

"Was seid ihr *er hat offensichtlich ein gutes Auge für Menschen aller Art und dem Untergrund* ein...Trickbetrüger...oder Dieb?...eure Haltung ist sehr selbstbewusst...ihr tragt vermutlich Dolche unter der Jacke...hm...ein Dolchkämpfer...mir bedeutet mein Lord Titel nichts...Setzt euch zu mir."

"Ist es wichtig wasich bin? Ich bin ein gern gesehener Gast und Partner einer Akademie *als er neben sich deutet verbeugt er sich sitzend* Danke."

"Ihr habt Verstand...und ich werde eure Dienste...sofern ihr Dienste anderer Art anbietet...benötigen"

"Solange wir noch alleine sind *spricht dann wieder leise* Was schwebt euch da etwa vor...?"

Lord Dareios griff in eine seiner Taschen und holte ein goldenes Siegel Ishgards hervor. Er legte es zwischen sich und Rylan.

"Darf ich?", fragte Rylan und fixierte das Schmuckstück.

Dareios nickte ihm zu: "Ihr könnt es behalten...wenn ihr mir dafür einen Gefallen erweist und es auch nutzt. die Prägung ist von der päpstlichen, heiligen Schmiederei gefertigt worden. Gebt euch damit als Diplomat Ishgards aus...und besucht die Behörden Uldahs...Gridanias...und Limsa Lominsas....sammelt mir alles, was ihr über das Dorf auf der Karte herausfinden könnt...alles...jedes Detail..wer dort gelebt hat...wann...wie lang...was aus ihnen wurde. Und...wenn sie etwas...vertuschen...auch das...Ich hatte einen guten alten Freund, welcher mich lange Zeit begleitete, Saccheus Sashe. Er verstarb im letzten Jahr und ich habe seinen Tod nirgends gemeldet. Es ist der Name den ihr nutzen könnt."

Rylan Fenn willigte ein und machte sich in der selben Nacht noch auf den Weg. Das Siegel trug er bei sich...
Shiorie Shandril versicherte Lord Dareios, dass die Akademie ihn unterstützen wird. Gemeinsam haben sie ja vielleicht eine Chance, die Frau mit den weisen Haaren zu finden und mit ihr vielleicht den Ursprung für das Übel.




Zuletzt bearbeitet von cleomomoko am Mo März 16, 2015 11:34 pm, insgesamt einmal bearbeitet
 


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大徳 Daitoku

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BeitragVerfasst: Mi März 11, 2015 7:37 am  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ein paar Tage darauf war Rylan Fenn an die Akademie zurückgekehrt. Er konnte in den Akten herausfinden, dass der Wissenschaftler Cornelius Morgaine bereits vor einigen Jahren gestorben war, in jenem Dorfe, wohl gemerkt, wo die Akademie in einen Kampf mit einer Horde von Nachtwandlern geraten war. Damals konnte nur Muyu's Blume und ihre unerschütterliche reine Macht die dunklen Wesen zurückdrängen.

Eine Frau mit langen weisen Haaren wurde an der Mondsichelbucht gesichtet. Sie wandelte angeblich im Mondschein über die Wellen des Ozeans, als sei es der normale Grund und Boden auf den alle Menschen gingen. Weiter wurde eine Frau mit langen weisen Haaren im Weinhafen festgenommen. Sie habe versucht eine schwarze Flüssigkeit aus einer Phiole in den Brunnen zu tropfen. Sie wurde zum Glück an Ort und Stelle von den dortigen Wachen festgenommen und in die einzige Zelle des Weinhafens gesteckt. Lord Dareios konnte aushandeln, diese Frau zur Befragung in die Akademie zu bringen. So entschlossen sich Cleo und er dazu zwei Trupps aufzustellen.



Cleo ging mit Dareios und A'Dean in die Mondsichelbucht, während Lif, Shio, Ka'ya, Aviel, Melina und Rylan für eine sichere Übergabe der Frau an die Akademie sorgen sollten.

Cleos Truppe fand an der Mondsichelbucht nur noch ein Geisterdorf. Keine Menschenseele war mehr dort. Wo einst Hütten aus Holz standen, waren nur noch Trümmerhaufen. Der düstere, kalte Nebel zog sich durch die Wege und auf dem Dorfplatz fanden Cleo und die anderen eine Nachricht an die Akademie, geschrieben im dunklen Schwarz, mit jener gefährlichen Tinte.


Akademie. Ihr kamt zu spät. Mein Zorn wird euch alle vernichten.


Cleo nahm die Notiz mit. Darieos sah das Ausmaß des Feindes sehr kritisch. Es mussten mehr Leute her also machte er sich direkt auf den Weg seine Kontakte abzugrasen. Er suchte die besten....die besten Monsterjäger.

Doch was war mit Lif und den anderen Geschehen?

Sie kamen in ein Dorf, dass dem Anschein nach völlig normal war. Lichte brannten in den Häusern und die Silhouetten tanzender Menschen flackerten durch das Licht die Fenster hindurch. Ein paar wenige Betrunkene lagen auf den Bänken. Zwei Wachen standen schon zur Begrüßung bereit als die Akademies Kämpfer ankamen. Eine verwirrte aber hübsche Frau saß auf einer der Bänke und blickte freudig lächelnd zu den Fremden, winkte immer wieder und als Rylan zu ihr ging, um sie zu fragen was sie wolle und welches Fest hier gefeiert werden würde, erwiderte sie ihm immer wieder, dass sie doch Helden so möge und man müsse alles mal probieren. Immer wieder fragte sie ihn, ob er ein Held sei. Als er das dementierte, sagte sie ihm, er muss es probieren. Klar war für Rylan in diesem Augenblick allerdings nicht, dass sie mit Probieren etwas ganz anderes meinte.

Die Wachen sagten den Kämpfern, die eigentlich nur zur Abholung der Gefangenen angereist waren, dass sie in der Taverne warten sollten. Dort wurde ein großes Festmahl aufgetischt und immer wieder wurden die Kämpfer der Akademie dazu angehalten doch etwas davon zu trinken und zu essen. Langsam kam Misstrauen auf. Was sollte das Ganze?

Sie warteten weiter und während Ka'ya und Rylan wenigstens den Eindruck wahren wollten, sie würden essen, hielten sich die anderen komplett zurück Als dann endlich der Bürgermeister, der die Akademie persönlich empfangen wollte mit einem Großen Knall durch die Türen trat.

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"Willkommen Akademie! Willkommen im Weinhafen! Bitte, oh bitte esst doch! Ich bin Athrius Gresh, der wohl größte Gourmet den Eorzea je gesehen hat und das, was ihr vor euch habt ist ein Festmahl für die Geschmackssinne."

Doch trotz des selbstbewussten und eindringlichen Auftretens des Bürgermeisters, der in seinem roten anzug sehr auffällig war, wollten die Kämpfer nichts essen. Es sei Zeit die Gefangene endlich zu übergeben, wiederholte Lif abermals und als der selbsternannte größte Gourmet Eorzeas endlich einsah, dass sie weder essen noch trinken wollten führte er sie langsam, aber mit schlechter Laune in Richtung Weinreben, wo der Eingang zur Zelle lag. Im Dialog auf dem Weg dorthin schien der Bürgermeister immer zwielichtiger zu werden und verlor seine Freundlichkeit zunehmend. Rylan schleichte sich weg, doch die seltsame, hübsche Frau, welche noch immer auf der Bank saß, sah dies und folgte ihm rufend: "Hey! Bist du ein Held? Ich mag Helden!"

Rylan zog sie zu sich und legte ihr die Hand an den Mund: "Bleib ruhig, wenn jetzt etwas passiert, brauchst du dir keine Sorgen machen. Ich beschütze Dich..."
Just in diesem Moment weiteten sich ihre Augen und wurden rot. Sie schrie plötzlich auf: "ICH MAG HELDEN ZUM FRESSEN GERN!"
Bevor sie ihren Satz beenden konnte, realisierte Rylan was sie meinte und zog den finger von ihren Lippen. Griff zum dolch und schlitze ihre Kehle auf. Doch es knallte an jedem Haus. Türen und Fenster brachen aus den Angeln und Nachtwandler strömten einer nach dem anderen auf die Kämpfer der Akademie zu, welche kurz vor den Weinreben mit dem Bürgermeister angekommen waren. Es war also eine Falle und die Akademie musste um ihr Überleben kämpfen. Sie töteten einen Nachtwandler nach dem anderen, welche wild geworden auf sie zu stürmten und nur die Enthauptung konnte sie stoppen.

Der Bürgermeister wollte fliehen und Lif und Rylan eilte ihm hinter her. Ka'ya setzte ihr Können als Shinobi ein und tauchte plötzlich vor ihm auf, gab ihm mit dem Knie einen kräftigen Tritt in den Bauch und er sank zu Boden, war nun umstellt von der Akademie und wurde zum Reden gezwungen!

Er packte aus und erzählte, dass er die Frau wirklich festnehmen ließ, doch dass sie ihm einen Deal vorschlug und an sein Gourmet-Dasein appellierte - er würde das Beste Fleisch was Eorzea zu bieten hat, probieren dürfen. Er willigte ein, vermutlich schon längst von ihrem Zauber benebelt und es war er, der mit der Phiole das Wasser des Dorfbrunnens vergiftet hatte.

Er flehte die Helden an, dass sie sein Leben verschonen sollten, als plötzlich die Wände zu beben anfingen. Mit einem großen Knall platzten alle Leitungen der Häuser, schossen die schwarze Tinte aus den Wänden, ließen die Bewässerungsanlagen der Weinreben um die Helden herum in die Luft fliegen und die Akademie konnte nichts weiter tun als zu fliehen und um ihr Leben zu rennen. Am Ende sahen sie, als sie das Dorf gerade noch so heil verlassen hatten, dass die Frau mit den weisen Haaren auf der Spitze des alles überragenden Ätheryten des Dorfes stand. Ihr Haar wehte im Wind und die Tinte schlang sich den Ätheryten empor, griff sie wie eine Hand und zog sie in sich, bis sie verschwand.


 


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大徳 Daitoku

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BeitragVerfasst: Mo März 16, 2015 5:10 pm  Titel:    Antworten mit ZitatNach untenNach oben



Ishgard.

Eisige Kälte umgibt die isolierte Stadt beinahe so wirksam wie ihre hohen Mauern. Viele Mythen umgeben die große Stadt in der das Oberhaupt der Ishgarder der Papst residiert. Der ewige Winter in jenem Land ließ viele der frohen Farben erblassen. Die Stadt ist beinahe komplett in tristen Farben gehalten, und zeigt sich als Spiegel der düsteren Winterwelt. Fachwerkbauten paaren sich mit spitzen Kirchengebäuden, Kasernen und Schmieden aus Stein. Ein Ort der jeden Tag nur Schnee zu sehen vermag. Und so wirken auch viele der Bewohner Ishgards kühl. Sie wirken misstrauisch und die Isolation lässt sie egoistisch wirken. Nun, so sehr es auch ein Fakt ist, dass sich die Politik Ishgards stets auf das eigene Wohl zu richten scheint, gibt es dennoch Seelen unter den Ishgardern denen sehr wohl bewusst ist, dass eine Bedrohung Eorzeas auch Folgen für ihre eigene Heimat haben könnte. Einer dieser Freidenker war seither Lord Cedric Dareios. Viele die ihm als Soldaten auf seinen Reisen begleitet haben, lernten diese Ansichten eines weltpolitischen Denkens zu verstehen, teilten mit ihm den Sinn der Jagd auf gefährliche Wesen, deren Fähigkeiten weit größere Mächte beherbergten als es für normale Sterbliche vorstellbar gewesen wäre. Ein Land im Schnee, eine Welt im Eis - und der ewige Feind, der seit Generationen über Generationen die größte Bedrohung darstellte, Drachen.

Der Stoff seines langen Mantels war verziert mit vielen, unzähligen Schneeflocken. Seine Kapuze trug er tief im Gesicht und vor dem Mund noch ein zusätzliches Tuch, denn der eisige Wind peitschte den Schmerz über die Haut. Den Blick gewand zur riesigen Metropole aus Stein auf den spitzen Felsen vor ihm, hielt er für einen Moment inne und zog die Zügel des Chocobos an. Viele Jahrzehnte lebte er nun schon in jener Stadt und dennoch raubte ihn der Anblick dieser Schönheit im Eise jedesmal erneut den Atem, wenn er von längeren Reisen zurückkehrte. Er schlug die Zügel des Chocobos an und es trottete langsam Schritt für Schritt weiter. Die ewige Brücke lag vor ihnen. Hier erreichte der Wind die eisigste Temperatur, hier setzte er den Reisenden am Meisten zu. Aber auch die Brücke selbst war stark vereist. Das Tier tat sich schwer auf dem eisigen Stein nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Noch ein weiterer Abwehrmechanismus dieser besonderen Stadt.

Dann die riesigen Stadttore aus schwerstem Metall. Eine Stimme rief durch den Wind herab: "WER STEHT DORT?"
Und Lord Dareios hob die Kapuze vom Kopf, blickte ruhigen Blickes hinauf zu den Mauern. Er lies sich den Schmerz durch den kalten Wind, der nun über seine Wangen kratzte, nicht anmerken. Das Gesicht, welches über die Mauern linste verschwand. Wenige Augenblicke später setzte sich das schwere Metal unter bedrohlichem Donner des Öffnungsmechanismus in Bewegung. Wieder gab Lord Dareios dem Chocobo die Sporen und es ging langsam vorwärts, hinein in die große Stadt.

Der Mann, dessen Ruf seit dem Beginn seiner fanatischen Suche nach der Tinte immer mehr an Ansehen verlor, setzte eine dunkle Miene auf. Er hatte Dinge erfahren, die seine Gläubiger sicherlich wissen wollten. Aus diesem Grund waren jene Elezen sein erstes Besuchsziel. Er gönnte sich keine Zeit zur Erholung von den Strapazen der Reise. Dort angekommen erzählte er von seiner Entdeckung, was die schwarze Substanz des Wissenschaftler Mrograines in ihrem Endstadion endlich bewirken konnte. Die schieren Massen, die eine ihm unbekannte Magierin produzieren konnte, waren mehr als nur eine Bedrohung für La Nosceas Bewohner - sie waren zu einer Waffe geworden. Seine Gläubiger und Befürworter applaudierten ihm. Endlich hatten sie eine Möglichkeit gefunden Rache zu üben...
Lord Dareios blickte voller Stolz und eigener Wertschätzung durch die Gesichter seiner Unterstützer. Er war kurz vor seinem Ziel angekommen. Jetzt musste er nur noch Krieger um sich sammeln, die gemeinsam mit der Akademie, diese weise Magierin, welche es vermochte einen Kraken zu beherrschen und die tödliche Tinte mit vollen Potential einzusetzen, um ihr Geheimnis zu berauben und sie zu vernichten.

Ein Rabe saß auf der Spitze eines der Kirchengebäude. Er fixierte Lord Dareios als dieser das Versammlungsgebäude verlies und sich auf den Weg durch die Gassen Ishgards machte. Sein Kopf wankte hin und her, drehte sich leicht links und leicht rechts, als er seinen Körper empor hob und mit einem kräftigen Flügelschlag in die Gasse herabstürzte und erst kurz vor dem Boden mit einem lauten Kreischen zum Gleiten ansetzte. Er sauste an den Menschen und Elezen in der Gasse vorbei. Seine Flügelschläge trugen ihn immer weiter empor, bis er zwischen den Häusern wieder zum Himmel flog und den Blick auf einen großen Platz unter sich werfen konnte. Dort tummelten sich Soldaten in leichten Trainings-Rüstungen und übten im Zweikampf ihre Künste.

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Die Spitze des Speeres stach pfeilgerade durch die Luft nach vorn und stieß mit voller Wucht auf ein vorgehaltenes Schild. Der Aufprall lies mehrere Funken zu den Seiten springen, und der Schildträger rutschte auf dem eisigen Boden einige Zentimeter zurück, spürte den Schmerz im Handgelenk, als sich die Wucht des Aufpralls auf seinen Körper übertrug. Und wieder schoss der Speer nach vorn, knallte gegen das Schild, dieses mal untermalt vom konzentrierten Kampfschrei einer Frau.
"Haltet euren Schild höher." Sagte sie mit Gelassenheit in der Stimme und machte einen Schritt zurück. Sie erneuerte den Griff ihrer Hände fest um die Pike und als ihr Gegenüber zu einer Antwort den Schild leicht senkte, stach sie wieder zu und traf ihn so unvorbereitet auf das Metall, dass er durch die Wucht zu Boden fiel. "Und vernachlässigt eure Deckung niemals." Sie lachte freundlich ging zu ihrem Trainingspartner und reichte ihm die Hand. Der Frust so unachtsam gewesen zu sein, war ihm ins Gesicht geschrieben, doch er blieb ebenso freundlich und sagte, als er ihre Hand ergriff: "Habt Dank, Milady, ich beherzige euren Rat."
"Ich bin keine Lady, nur eine einfache Bürgerliche." Erwiderte sie ihm mit einem Lächeln, welches es schaffte ihm den Frust aus dem Gesicht zu zaubern.

"Ach nein, Noel, ihr seid eine...", als der Mann seinen Satz zu Ende bringen wollte fiel ihm das Wort des Lord Dareios dazwischen, welcher am Vorplatz der Kaserne angekommen war: "Schildmaid!"

Noel schaute für einen kurzen Moment in den Himmel, als sie sich zu Lord Darieos drehte und den Speer gerade mit dem Ende auf den Boden stellte. Ihr blondes, offenes, etwas mehr als Schulter langes Haar, schwang ihr nach und legte sich über die leichte Schulterpanzerung. Ihre eisblauen Augen fokussierten den großen Elezen, den sie bereits von früher zu kennen schien.

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(Noel)


"Lord Dareios, ihr seid von einer eurer Reisen zurück. Willkommen in der Heimat."
Er musterte sie mit einem kühlen blick von oben bis unten, wartete ab, bis sie sich endlich vor ihm verbeugte.
"Ja, so ist es Schildmaid. Wir haben etwas zu bereden, bitte folgt mir. Es geht vor die Stadttore."

Noels Blick zeugte nicht gerade von großer Freude über das Wiedersehen, dennoch strahlte sie die Aura einer stolzen und erfahrenen Kriegerin aus, behielt dabei aber die feinen Züge ihrer nordischen Schönheit.

"Ja Milord. Ich werde meinen Mantel holen und begleite euch, wie ihr das wünscht."

Er nickte ihr nochmals zu. Sie verabschiedete sich von ihrem Trainingspartner und sammelte einen Mantel ein. Danach zog sie einen Gurt fest um den Rücken und befestigte daran ihre Pike.

Noel und Lord Dareios verließen die Stadt. Er führte sie einige Kilometer außerhalb zum Fuße eines spitzen Berges, doch sie schien den Weg schon zu kennen und ritt stets neben ihm. Auch Noel war fest eingekleidet, um sich vor der eisigen Kälte zu schützen. Ihre eisblauen Augen schauten unter der Kapuze hervor und sie wechselte kein Wort mit ihrem Lord, bis sie schließlich am Eingang einer Tropfsteinhöhle, angekommen waren. Sie stiegen von den Chocobos und folgtem einen kleinen Pfad in das Höhlen-Innere. Noel entfachte das Feuer einer Fackel und bahnte sich neben Lord Dareios den Weg durch die Dunkelheit. Er erzählte ihr von seinem Erfolg: "Ihr seid klug Noel, und eine Gefahr für mich."

"Mein Lord, ich stelle keine Bedrohung für euch und eure Sache dar...doch frage ich mich dennoch, warum ihr meine Hilfe wollt?" Sie kamen im Höhlen-Innere an. Noel entzündete mit ihrer Fackel drei weitere Lichtquellen an der Wand. Das flackernde Licht gab die Sicht auf die heidnischen Altare preis. Ein Ort, wo Menschen nicht den Zwölf huldigten, sondern fremden Göttern und Drachen.

"Ihr seid die einzige, die mein Geheimnis kennt. Es sind nun 7 Jahre vergangen und ihr habt es immer noch für euch behalten. Ich denke, ich kann euch vertrauen. Doch frage auch ich mich, warum ihr es hütet?"

Noel ging in die Hocke, leuchtete mit der Fackel auf den Boden, und wischte mit der Hand über eine Tafel, die vom Schmutz unleserlich geworden war, dabei sprach sie im ruhigen Ton: "Ich sehe euer wahres Ich. Ihr habt mir damals gedroht, dass ihr mir mein Leben nehmen würdet, wenn ich auch nur einen Gedanken an Verrat verschwenden würde. Eure Drohungen sind nicht leer, Milord."

Er lachte und legte dabei den Kopf leicht im Nacken zurück: "DA! Habt ihr Recht, Noel. Und ich halte dennoch viel von Euch, denn ihr habt das Talent, das ich für diesen Einsatz brauche. Außerdem, denke ich, dass ihr euch weniger um die Belange des Papstes und Ishgard schert, da ihr...eine Heidin seid."

"Milord", unterbrach sie ihn un deutet auf die Gravur des Steines und laß sie vor: "Dovah sos lost feymah ko Ishgard. zoortah do ok tiidnavir fen drun zeydaan wah jul. Daan fah vozahlaas."
"Die Sprache der Drachen..."

"Ganz genau, hier huldigten die Menschen vor Jahrhunderten meinen Ahnen. Ihr versteht was dort steht, hab ich Recht?"

Noels eisblaue Augen gingen die Schriftzeichen noch einmal von vorn herab durch. "Ja...Es ist die Rede von einer Blutslinie von Drachenblütern zwischen den Reihen der Ishgardern und von einer Verderbnis... Es handelt sich dabei um eure Familie. Das steht für mich außer Frage." Noel erhob sich wieder und schaute weiter auf die Tafel. Ihr Blick verlor für einen Augenblick die Fassung. Sie schien traurig zu werden, doch hielt sie den Kopf so, dass der Lord es nicht sehen konnte.

"Ganz genau. Als ihr damals bei jenem Jagdauftrag mit mir gegen diese altertümliche Bestie kämpfen musstet...könnt ihr euch erinnern?

"Ja Milord..."

"Gut, da musste ich euch mein wahres Ich zeigen, um unser beider Leben zu bewahren. Seht es von dieser Seite, ihr schuldet mir einen Gefallen, nicht wahr?"

"Ja...Mi...Lord." Noel biss sich dabei auf die Unterlippe.

"Sehr gut. Nun, warum ich euch diesen Ort noch einmal zeige. Das hat den Grund, dass wir jene schwarze Substanz aus Eorzea unterbringen werden, bis ich schließlich alles vorbereiten konnte. Eure Aufgabe ist nun aber erstmal an die Akademie zu reisen und dort gemeinsam mit den...hm...tapferen Recken, die mehr oder weniger zufällig in diese Situation gestolpert sind, die weise Magierin um ihr Geheimnis zu berauben...und auszulöschen. Habt ihr das begriffen Schildmaid?"

"Das habe ich, Lord Dareios. Und ich werde tun, was ihr verlangt."

"Exzellent. Ihr werdet dort auf brauchbare Wesen treffen, die meiner Sache bereits sehr dienlich waren. Ich bin mir sicher, dass euch die Abwechslung von dieser Eiswüste hier, gefallen wird. Nun denn...wenn ihr noch zu euren heidnischen Göttern beten wollt...tut das...hier ist der richtige Ort dafür...ich habe alles was ich brauche."

Lord Dareios packte mehrere alte Schriftrollen aus einer Vase in seine Tasche und warf noch einen Blick an die Götterdarstellungen an den Wänden. Ein fast schon herablassendes Lächeln hatte er im Gesicht. Dies zeugte von seinem Spot den er gegenüber jeglichen Religionen hatte. Er nahm eine Fackel und ging den Pfad durch die Höhle zum Ausgang zurück. Noel warf den Mantel vom Körper und warf sich auf den Boden, kniete und schlug die Hände mit voller Wucht auf den feuchten Stein. "Skadi...gib mir die Kraft...nicht unter dem Eis dieser Last zu zerbrechen...Ich flehe Dich an..."

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